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Glossar

Anti-Dekubitus Matratze

Matratze zur Vermeidung eines Dekubitus


Adipositas

Bei der Adipositas bzw. Fettleibigkeit handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.


Bariatrie

Die Bariatrie ist ein fachübergreifendes Spezialgebiet der Medizin, das sich mit der Behandlung, Vorbeugung, Epidemiologie und den Ursachen des Übergewichts und besonders der Adipositas beschäftigt. Der Begriff ist in den 1960er-Jahren gleichzeitig mit den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten der Adipositas entstanden. Die Adipositaschirurgie ist auch unter dem Begriff "bariatrische Chirurgie" bekannt.


BMI Body Mass Index

Der sogenannte BMI Body Mass Index (Körpermassenzahl) wird folgendermaßen berechnet:

BMI = Körpergewicht/Körpergröße².

Werte von normalgewichtigen Personen liegen gemäß der Adipositas - Klassifikation der WHO zwischen 18,50 kg/m² und 24,99 kg/m², ab einer Körpermassenzahl von 30 kg/m² sind demnach übergewichtige Personen behandlungsbedürftig. Der BMI gibt lediglich einen groben Richtwert an und ist umstritten, da er die Statur eines Menschen und die individuell verschiedene Zusammensetzung des Körpergewichts aus Fett- und Muskelgewebe naturgemäß nicht berücksichtigt.


Braden Skala

Die Braden-Skala ist eine Dekubitusrisikoskala und wurde 1987 von Barbara Braden und Nancy Berstrom entwickelt. Sie ist ausführlicher als die Norton Skala. Seit Einführung des nationalen Expertenstandards Dekubitusprophylaxe im Jahr 2000 wird sie immer verbreiteter.


Dekubitus

Als einen Dekubitus auch als ein Druckgeschwür, Dekubitalgeschwür, Wundliegegeschwür oder jeweils ein -ulkus bezeichnet man einen Bereich der lokalen Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes.


Dekubituseinteilung nach Seiler

Dekubitusgeschwüre werden nach W. O. Seiler in vier Grade und drei Stadien eingeteilt:
Grad 1: nicht wegdrückbare, umschriebene Hautrötung bei intakter Haut. Weitere klinische Zeichen können Ödembildung, Verhärtung und eine lokale Überwärmung sein.
Grad 2: Teilverlust der Haut; Epidermis bis hin zu Anteilen des Koriums sind geschädigt. Der Druckschaden ist oberflächlich und kann sich klinisch als Blase, Hautabschürfung oder flaches Geschwür darstellen.
Grad 3: Verlust aller Hautschichten einschließlich Schädigung oder Nekrose des subkutanen Gewebes, die bis auf, aber nicht unter, die darunterliegende Faszie reichen kann. Der Dekubitus zeigt sich klinisch als tiefes, offenes Geschwür.
Grad 4: Verlust aller Hautschichten mit ausgedehnter Zerstörung, Gewebsnekrose oder Schädigung von Muskeln, Knochen oder stützenden Strukturen wie Sehnen oder Gelenkkapseln, mit oder ohne Verlust aller Hautschichten.
Stadium A: Wunde „sauber“, Granulationsgewebe, keine Nekrosen
Stadium B: Wunde schmierig belegt, Restnekrosen, keine Infiltration des umgebenden Gewebes, Granulationsgewebe, keine Nekrosen
Stadium C: Wunde wie Stadium B mit Infiltration des umgebenden Gewebes und/oder Allgemeininfektion (Sepsis)


Dekubitusprophylaxe

Zur Dekubitusprophylaxe wird versucht alle möglichen Risikofaktoren für die Entstehung eines Dekubitus auszuschließen. Druck- und Scherkräfteeinwirkung auf Haut und Gewebe muss vermieden, bzw. reduziert werden. Regelmäßiges Umlagern sorgt für Druckentlastung. Die Mobilisation des Patienten steht an erster Stelle. Haut- und Körperpflege sind wichtig um Mazerationsschäden der Haut zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr stärken das Immunsystem des Patienten.


DIN EN ISO 10535:2006 (D)

Gültige Prüfnorm für "Lifter zum Transport von behinderten Menschen. Deutsche Fassung, aktuelle Fassung April 2007. © DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Mazeration

Hautschädigung auf Grund ständiger Feuchtigkeit der Haut.


Medizinprodukte Gesetz (MPG)

Medizinproduktegesetz (kurz MPG) bezeichnet in Deutschland und Österreich die nationale Umsetzung der europäischen Richtlinien 90/385/EWG für aktive implantierbare medizinische Geräte, 93/42/EWG für Medizinprodukte und 98/79/EG für In-vitro-Diagnostika. Die deutsche Fassung enthält die technischen, medizinischen und Informations-Anforderungen sowie Betreiber- und Anwendervorschriften für Medizinprodukte.


Medizinproduktebetreiberverordnung

Die Medizinproduktebetreiberverordnung ist gültig für das Errichten, Betreiben, Anwenden und Instandhalten von Medizinprodukten nach § 3 des Medizinproduktegesetzes (MPG). Sie ist aufgrund des MPG erlassen worden und zugleich das Regelwerk für alle Anwender und Betreiber von Medizinprodukten.
Nach dieser Verordnung dürfen Medizinprodukte nur nach den Vorschriften der Verordnung, den allgemein anerkannten Regeln der Technik und den Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften errichtet, betrieben, angewendet und in Stand gehalten werden. Des Weiteren dürfen sie nur von Personen, die eine entsprechende Ausbildung, Kenntnis und Erfahrung besitzen, errichtet, betrieben, angewendet und in Stand gehalten werden.
Die MPBetreibV schließt Medizinprodukte aus, die für die klinische Erprobung bestimmt sind oder nicht im gewerblichen Einsatz sind (Heimgeräte).
Gemäß des MPG und der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV, Abschnitt 2,§ 6, Abs. 1-5) ist der Betreiber eines Medizinprodukts für die Durchführung der periodischen Überprüfung des Medizinproduktes gemäß gültiger Norm verantwortlich.


mobiler Aktiv - Patientenlift

Ein Patientenlift, mit dem Menschen unterstützt werden ihre Restmobilität zu aktivieren. Auch als Stehlift oder Aufrichthilfe bezeichnet.


mobiler Passiv - Patientenlift

Ein Patientenlift, mit dem Menschen in sitzender oder liegender Stellung transferiert und transportiert werden können.


non energetische AD (Anti-Dekubitus) System

Lagerungsmatratzen zur Dekubitusprophylaxe oder Therapieunterstützung, welche nicht energetisch (mit Hilfe elektrischer Pumpen oder Gebläseeinrichtungen) betrieben werden.


Norton Skala

Die NORTON Skala ist ein Hilfsmittel zur Einschätzung der Dekubitusgefährdung in der Kranken- und Altenpflege.


Periodische Überprüfung

Medizinprodukte müssen regelmäßig auf Funktion und Gebrauchssicherheit überprüft werden. Gemäß des MPG und der Medizinprodukte - Betreiberverordnung (MPBetreibV, Abschnitt 2,§ 6, Abs. 1-5) ist der Betreiber eines Medizinprodukts für die Durchführung dieser periodischen Überprüfung gemäß der gültigen Norm verantwortlich.


Poollift

siehe Schwimmbadlift


Schwimmbadlift

Einstiegshilfe in ein Schwimmbecken für Senioren und /oder körperbehinderte Menschen. Solche Lifter können hydraulisch oder elektrisch betrieben sein. Schwimmbadlifter sind entweder mobil oder werden stationär am Beckenrand angebracht. Sie sind entweder mit einem Sitz oder einer Liege ausgestattet. Klassische Hebetücher haben sich für den Einsatz im Schwimmbad nicht bewährt. Es werden zwei Arten von Schwimmbadliftern unterschieden:

1. Schwimmbadlift zur Fremdbedienung (z.B. Oxford Dipper). Dabei benötigt die betroffene Person immer die Hilfe einer anderen Person um den Lifter benutzen zu können. Diese Schwimmbadlifter eignen sich für den Therapieeinsatz.

2. Schwimmbadlift der die Standards des „Americans with Disabilities Act Accessibility Guidelines (ADAAG)“ erfüllen (z.B. PAL, SPLASH!, aXs). Solche Lifter ermöglichen es der betroffenen Person den Lift komplett selbstständig zu benutzen. Solche Schwimmbadlifter eignen sich sehr gut für den Einsatz z.B. in öffentlichen Bädern. Gerade Menschen mit geringfügigen Behinderungen, denen aber der Einstieg über eine Leiter unmöglich ist, profitieren von der gewonnen Selbstständigkeit.


Weichlagerungsmatratze

Eine Weichlagerungsmatratze ist ein statisches AD System. aus Schaumstoff. Schaumstoffe unterschiedlicher Stauchhärte und Tragfähigkeit werden miteinander kombiniert. Häufig wird die Matratze auch durch Schnitttechniken in Ihren Liegeeigenschaften optimiert. Gute Weichlagerungsmatratzen lassen den Patienten einsinken, ohne ihnen die Orientierung und die Möglichkeiten der Restressourcennutzung zu nehmen. Ist eine Matratze zu weich, verlieren die Patienten ihre Orientierung sowie ihre Restmobilität. Außerdem kumuliert der Auflagedruck im Gesäßbereich und das Risiko zur Entstehung eines Dekubitus steigt.